Die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings locken Familien hinaus in den eigenen Garten. Endlich wieder herumtollen, schaukeln und ausgiebig im Sandkasten buddeln! Bevor der Outdoor-Spaß allerdings beginnen kann, haben verantwortungsbewusste Mütter und Väter die Grünfläche auf kindliche Bedürfnisse zu trimmen.
Hecken gegen den Ballverlust
Damit die Kleinen beim Spielen nicht im Eifer des Gefechts den heimischen Garten verlassen, lohnt es sich über Begrenzungen nachzudenken. Wem ein klassischer Zaun zu niedrig oder zu unschön ist, sollte dicht wachsende Pflanzen als Umrahmung des Grundstücks in Betracht ziehen. Fuß- und Federbälle können dann nicht so schnell entwischen sondern bleiben im Blätterwerk hängen.
Auch Frisbee-Scheiben nehmen schwieriger Reißaus und ist das Gelände abschüssig, halten die Stauden auch so manches Bobbycar vom Ausflug auf die angrenzende Straße ab. Gartenteiche und Regentonnen sehen zwar hübsch aus, bergen aber ebenfalls ein großes Risiko. Gerade Kleinkinder erkennen die Gefahren oft nicht und nähern sich den Ufern ohne Nachzudenken.
Will man nicht ständig mit Argusaugen hinter dem Sprössling her sein, überspannt man die Wasserstellen mit einem engmaschigen Draht. Aber Vorsicht: Drähte sind äußerst scharfkantig. Gummi- oder Schaumstoffringe in sämtlichen Größen und Variationen reduzieren die Verletzungsgefahr und sind in jedem gutsortierten Baumarkt erhältlich.
Kindertauglicher Garten: Anfassen jederzeit erlaubt!
Auf manche Pflanzen reagiert der menschliche Körper mit Ausschlägen und Hautrötungen. Diese Krankheitsbilder wären aber beileibe nicht das Schlimmste, was Kinder im heimischen Garten erwarten kann. Gelbblühende Goldregen-Stauden sind auf vielen Grünflächen zu finden.
Die anspruchslose Pflanze ist schön anzusehen, birgt aber eine Gefahr für neugierige Kinderhände: Sie ist hochgradig giftig. All ihre Bestandteile, vor allem aber die Samen können einem kleinen Körper erheblichen Schaden zufügen. Gleiches gilt für den Orleander. Hat man einen Windelträger zu Hause, der die Angewohnheit besitzt, alles in den Mund zu stecken, sind diese Pflanzen besser zu entfernen.
Ein kindersicherer Garten muss frei von toxischen Gewächsen sein, sonst kann es schnell brenzlig werden. Vorschulkinder und Abc-Schützen sind indes schon groß genug, gefährliches und ungefährliches Grün zu unterscheiden. Klären Eltern sie über die einzelnen Spezies auf, wird bei vielen Kindern ein erstes Interesse für die Natur geweckt.
Video: Gartentipps, Kompost anlegen, Tipps für einen ertragreichen Kompost
Mitmachen macht kleinen Gärtnern Spaß!
Kinder möchten am liebsten alles selbstausprobieren. Wer in einer Ecke des Gartens ein kleines Beet anlegt, in dem sich gemeinsam um verschiedene Pflanzen gekümmert wird, stillt die kindliche Neugierde. Eltern sollten, soweit möglich ihren Nachwuchs entscheiden lassen, was in diesem Gärtchen sprießen darf. Gemeinsam pflanzen, jäten, gießen und eventuell ernten lehrt den gebotenen Respekt vor jedem Lebewesen. Muss man den Kleinen noch helfend zur Hand gehen, kümmern sich große Grundschüler bereits selbstständig um ihre Blumen oder Petersiliensträucher.
Wenn Kinder erleben, welche Mühen es kostet ein Beet zu gestalten, werden sie nie mehr achtlos über Mamas Krokusse hinwegstapfen oder mit den Gummistiefeln durch die Erdbeeren pflügen. Zur Arbeit gehört natürlich auch das Vergnügen: In einem kindertauglichen Garten muss es eine Freifläche zum Fußballspielen, Herumturnen und Purzelbaumschlagen geben. Ein robuster Sport- und Spielrasen hält die Belastungen kinderleicht aus und sollte doch einmal eine Vase ausgetreten worden sein, kitten Familien sie mit einer Reperatur-Rasenmischung.

Die Natur spielend entdecken
Lautes Kinderlachen aus dem heimischen Garten ist wohl für alle Eltern eines der angenehmsten Geräusche überhaupt. Hört man die Kinder fröhlich herumtollen und weiß man, dass man alles für ihre Sicherheit getan hat, dürfen Eltern auch mal abschalten und auf der Sonnenliege dösen!
Bildquelle: Copyright Chepko Danil Vitalevich – shutterstock.com
Keine Kommentare