Schlaf ist wichtig für das körperliche Wohlbefinden – will er sich partout nicht einstellen, kann dies belastend werden und an die Substanz gehen. Die nachfolgend angeführten Ratschläge sollen dazu beitragen, sanft und ohne über das „Wie“ nachdenken zu müssen, ins Land der Träume hinüberzugleiten!
Falsches Trinkverhalten hindert am Einschlafen
Dass koffeinhaltige Getränke abends nicht mehr verkonsumiert werden sollten, weil sie den Organismus stimulieren und dazu anhalten wach zu bleiben, versteht sich von selbst. Empfindsame Personen sollten ab 16 Uhr auf Cola & Co. verzichten. Stattdessen lieber zu einem altbewährten Hausmittel greifen: Heiße Milch mit Honig. Die schon zu Großmutters Zeiten populäre Einschlafhilfe beruhigt den Magen-Darm-Trakt und befördert das Zur-Ruhe-Kommen. Auch Teegetränke, bestehend aus Melisse, Hopfen und Baldrianwurzel empfehlen sich. In Apotheken werden Mischungen veräußert, die als Schlaftees deklariert sind. Von der Einnahme schlafversprechender Medikamente ist hingegen Abstand zu nehmen. Sie verhelfen nicht zu einem erholsamen, sondern höchstens zu einem erzwungenen Schlaf. Wer da glaubt, ein Glas Bier oder Wein wäre der Sache dienlich, wird enttäuscht. Zwar machen alkoholische Getränke zunächst müde, doch steigt mit ihrem Konsum die Gefahr, nachts ständig aufzuwachen. Weil sie darüber hinaus harntreibend sind, zwingen sie mitunter mehrmals dazu, die Toilette aufzusuchen.
Video: Extreme Schlafstörungen: Gründe und Folgen
Die Location muss stimmen!
Auch wenn es profan klingt: Sich die eigene Schlafsituation einmal objektiv anzusehen, hilft Missstände zu eruieren. Ist es zu hell im Zimmer? Stört der Straßenlärm? Wie üppig eingerichtet ist das Schlafzimmer? Neben Bett, Schrank, Kommode und Stuhl sollte so wenig wie möglich zugegen sein. Den Schreibtisch ins Arbeits- oder Wohnzimmer zu verbannen, lässt von beruflichen Problematiken besser abschalten. Apropos abschalten: Betroffene, die mit ihrer Familie Ärger haben und Fotos der entsprechenden Personen das Zimmer zieren, brauchen sich über Schlafstörungen nicht zu wundern. Der Geist wird nicht frei und hält somit quälend am Wachzustand fest.

Neben der Gestaltung des Schlafzimmers ist auch die Temperierung wichtig. 18 Grad Celsius sind ideal und damit es ganzjährig nicht zu warm wird, kann die Winter- gegen eine dünnere Sommerbettdecke getauscht werden. Dazu passend spielt die Bequemlichkeit des Bettes eine entscheidende Rolle. Eine neue Matratze, ein ausgewechselter Lattenrost und in letzter Konsequenz ein anderes Bett bewirken manchmal Wunder.
Rituale helfen – von der Wichtigkeit der Konstanz
Routine schafft Sicherheit. Dieser Grundsatz wird Eltern, die just einen Säugling zu Hause haben, stets ans Herz gelegt. Auch bei vielen Erwachsenen macht es Sinn, sich an die Ideale des menschlichen Schlaf-Wach-Rhythmus zu erinnern. Wer am Wochenende erst nach 2 Uhr ins Bett geht und gegen Mittag aufsteht, hat sicherlich Schwierigkeiten am Sonntagabend problemlos einschlafen zu können. Die ayurvedische Heilslehre beispielsweise, die immerhin seit über 5000 Jahren besteht, rät zu einer täglich gleichlangen Schlafphase. Stets vor 22 Uhr einschlafen und nicht nach 6 Uhr aufstehen – damit werden in Indien Schlafstörungen bekämpft. Auch wenn diese strickte Umsetzung aus beruflichen Gründen nicht möglich ist: Betroffene sollten sich einen täglich wiederkehrenden Ablauf vor dem Zubettgehen überlegen. Ein warmes Bad nehmen, dann noch eine halbe Stunde lesen und sogleich das Licht löschen, seien diesbezüglich als Beispiel angeführt.
Fernseher und Laptop als Schlafkiller
Nachrichten gucken, im Internet schnell ein paar E-Mails checken oder noch einen Geschäftsbrief aufsetzten – alles Dinge, die nach Arbeit und Beschäftigung aber nicht nach Schlaf klingen. Personen, die unter Schlafstörungen leiden, müssen deshalb beide Geräte aus ihrem nächtlichen Umfeld verbannen, um damit dem Körper zu signalisieren: Jetzt bitte zur Ruhe kommen!
Titelbild: © istock.com – OcusFocus
Textbild: © istock.com – idal
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