Wickel gehören zu den altbewährten Hausmittelchen bei Erkältungen. Fast jeder hat schon mal etwas von den klassischen Wadenwickeln gehört. Sie werden bei grippalen Effekten oder bei Erkältungen eingesetzt, um die körpereigenen Heilkräfte zu aktivieren und das Fieber zu senken. Doch Wickel werden inzwischen nicht nur bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Sie haben eine vielseitige Anwendungs- und Wirkungsweise. So haben sich zum Beispiel auch bei Hautkrankheiten wie Sonnenbrand oder Neurodermitis, bei Gelenkbeschwerden oder bei Brust- und Halsentzündungen bewährt. Aber wie werden Wickel richtig angewendet und welche unterschiedlichen Arten gibt es?
Die unterschiedlichen Wickelarten im Überblick
Wadenwickel
Die beliebteste und bekannteste Form sind Wadenwickel. Sie werden häufig bei Fieber eingesetzt, um dem Körper die Wärme zu entziehen. Die Wadenwickel bestehen dabei aus zwei Lagen. Ein Innentuch aus Leinen wird dabei auf die Haut gelegt und das Baumwoll-Außentuch dient als Nässeschutz. Das Innentuch wird bei Fieber in Wasser getaucht. Das Wasser sollte ungefähr 5 Grad unter der Körpertemperatur liegen. Anschließend wird es leicht ausgewrungen und auf die Waden gelegt.
Kartoffel-Wickel
Diese Form von Wickel wird meist bei Muskelverspannungen im Rücken- und Nackenbereich eingesetzt. Im ersten Schritt sollten die gekochten Kartoffeln auf einem trockenen Zwischentuch ausgebreitet werden. Dann werden die Kohlblätter ohne Strunk gewalkt bis der Saft rauskommt. Dann müssen sie nur noch leicht temperiert auf die schmerzenden Stellen gelegt werden. Bei Ohrenschmerzen sind wiederum warme Zwiebel-Wickel zu empfehlen.
Wie wickel ich richtig?
Ein wichtiger Grundsatz lautet beim Wickeln, dass Plastikfolie zum abdichten auf keinen Fall angewendet werden sollte. Werden die Umschläge richtig vorbereitet, dann können sie nicht durchnässen. Der Kunststoff von Plastikfolie würde nur dazu führen, dass es zu Staunässe kommt. Alles in allem sollten die Wickel ohne Falten auf der Haut liegen, sonst können so genannte Luftpolster entstehen, so dass die Wickel zu schnell abkühlen. Auf ng-versand.com finden Sie weitere interessante Wickel-Arten.
Für welche Krankheiten werden Wickel eingesetzt?
Bei Bauchschmerzen und Blähungen werden gerne vorgefertigte Bienenwachswickel eingesetzt. Diese sollten im Idealfall mit ätherischem Kümmelöl angereichert sein. Wie bereits erwähnt sind die Anwendungsbereiche von Wickeln vielseitig. Ob bei Erkältungen, grippalen Effekten mit Fieber, Hals- und Bauchschmerzen aber auch bei Gelenk- und Hautproblemen sind sie eine unkomplizierte und heilsame Methode. Des Weiteren werden bei Quetschungen, entzündeten Gelenken, Rheuma, Verstauchungen und Prellungen Wickel mitHeilerde empfohlen. Dabei einfach das Lehmpulver mit lauwarmen Wasser anrühren und zwischen zweiGazetüchern auftragen. Diese Wickel sorgen dafür, dass der Schmerz gelindert wird.
Video: Schmerzlinderung mit Wickel und Kompressen
Die Vor- und Nachteile von Wickel
Vorteile
Der große Vorteil besteht bei Wickeln jeglicher Art darin, dass jeder die passenden Tücher in der Regel im Haushalt vorrätig hat. Zudem überzeugt die einfache und schnelle Anwendung. Des Weiteren sind sie bei vielen Formen von Erkrankungen anwendbar und sorgen für eine schnelle Linderung der Beschwerden.
Nachteile
Beim Anlegen der Wickel kann man auch viel falsch machen. Wichtig ist dass sie nicht zu straff angelegt werden und dass sie nicht zu heiß sind, so dass Verbrennungen entstehen können. Wer diese Tipps beherzigt, der muss sich keinerlei Sorgen bei der Anwendung machen.
Fazit
Alles in allem sind Wickel eine praktische und unkomplizierte Methode um Beschwerden jeglicher Art zu lindern. Bei der Anwendung sollten allerdings bevorzugt Baumwollwickel und Leinentücher genutzt werden.
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Bildquelle: © iStock.com/nilapictures
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